Ratgeber Logistik

Lademeter berechnen: Formel, Tabelle und Rechner für Ihre Sendung

Wie viel Platz braucht Ihre Ladung im LKW? Mit der Lademeter-Formel, der Übersichtstabelle und dem interaktiven Rechner ermitteln Sie den Wert in weniger als einer Minute.

Veröffentlicht: 05.07.2026 Lesezeit: ca. 7 Minuten
Kurz erklärt

Ein Lademeter (LDM) ist ein laufender Meter Ladefläche eines LKW über die volle Fahrzeugbreite von 2,40 Metern. Die Formel zum Berechnen lautet: Lademeter = (Länge x Breite) / 2,4. Eine Europalette belegt damit 0,4 Lademeter, eine Industriepalette 0,5. Speditionen nutzen den Wert, um den Platzbedarf einer Sendung zu bestimmen und die Frachtkosten zu kalkulieren, unabhängig davon, wie schwer die Ware tatsächlich ist.

Wer eine Teilladung oder mehrere Paletten bei einer Spedition anfragt, stößt sofort auf den Begriff Lademeter. Der Wert entscheidet mit darüber, wie viel Platz die Sendung im Fahrzeug belegt und was der Transport kostet. Dieser Ratgeber erklärt die Definition, zeigt die Formel mit Beispielen, liefert eine Tabelle für alle gängigen Ladungsträger und stellt einen Rechner bereit, mit dem Sie die Lademeter Ihrer Sendung direkt ermitteln.

Lademeter-Rechner: Online und kostenlos berechnen

Tragen Sie einfach die Stückzahlen Ihrer Ladungsträger ein. Der Online-Rechner summiert die Lademeter, rechnet das frachtpflichtige Gewicht um und zeigt, welche Fahrzeugklasse zu Ihrer Sendung passt.

= Lademeter-Rechner
Europalette1,20 x 0,80 m
0,40 LDM / Stück
Industriepalette1,20 x 1,00 m
0,50 LDM / Stück
Halbpalette0,60 x 0,80 m
0,20 LDM / Stück
Gitterbox1,24 x 0,835 m
0,43 LDM / Stück
Eigenes MaßSondergröße, Kiste oder Maschine
0,00 LDM
Lademeter gesamt
0 kg
Frachtpflichtiges Gewicht (1 LDM = 1.750 kg)
Geben Sie Ihre Ladungsträger ein, um eine Fahrzeugempfehlung zu erhalten.
Der Rechner liefert Richtwerte auf Basis der Standardformel (Länge x Breite / 2,4) ohne Berücksichtigung von Ladelücken. Verbindlich ist immer die Kalkulation der Spedition. Der Rechner ersetzt damit auch die klassische Excel-Vorlage zur Lademeter-Berechnung.

Was ist ein Lademeter? Definition und Prinzip

Ein Lademeter, abgekürzt LDM oder Lm, ist die genormte Maßeinheit für den Platzbedarf einer Ladung im Straßengüterverkehr. Er beschreibt einen Meter Ladefläche in Längsrichtung des Fahrzeugs, und zwar über die gesamte nutzbare Breite. Als Standard gilt die Innenbreite eines 40-Tonner-Sattelzugs von 2,40 Metern. Ein Lademeter entspricht damit einer Fläche von 2,4 Quadratmetern, unabhängig davon, ob ein einzelnes Packstück oder mehrere Paletten darauf stehen.

Der Sinn dahinter: Nicht jede Sendung lässt sich nach Gewicht fair abrechnen. Leichte, aber sperrige Ware, die nicht stapelbar ist, blockiert Laderaum, der für andere Sendungen fehlt. Mit dem Lademeter drücken Spediteure genau diesen Platzverbrauch aus, planen damit die Auslastung ihrer Fahrzeuge und kalkulieren die Transportkosten. Er ist damit neben Gewicht und Sendungsart eine der wichtigsten Größen für die Berechnung der Frachtkosten bei Teilladungen und Stückgutsendungen.

1 Das Lademeter-Prinzip: LKW-Ladefläche von oben
Das Lademeter-Prinzip auf der LKW-Ladefläche Draufsicht auf eine LKW-Ladefläche mit 2,40 Metern Breite. Ein Meter Länge über die volle Breite entspricht einem Lademeter. Zwei quer geladene Europaletten belegen zusammen 0,8 Lademeter. 1 Lademeter = 1 m Länge x 2,40 m Breite = 2,4 m² 2,40 m 1 m = 1 Lademeter Europalette 1,2 x 0,8 m Europalette 1,2 x 0,8 m 2 Europaletten quer geladen belegen 0,8 m Länge = 0,8 LDM (0,4 je Palette) Fahrtrichtung →
Abb. 1: Ein Lademeter belegt die volle Fahrzeugbreite auf einem Meter Länge.

Lademeter-Formel: So rechnen Sie selbst

Die Berechnung braucht nur die Grundmaße der Ladung. Länge und Breite werden multipliziert und durch die Standardbreite von 2,4 Metern geteilt:

Die Lademeter-Formel
Lademeter = (Länge in m x Breite in m) / 2,4
Bei stapelbarer Ware zusätzlich durch den Stapelfaktor teilen

Beispiel Europalette: 1,2 m x 0,8 m = 0,96 m². Geteilt durch 2,4 ergibt das 0,4 Lademeter. Dabei ist es egal, ob die Palette längs oder quer geladen wird, das Ergebnis bleibt gleich, weil sich die belegte Fläche nicht ändert.

Beispiel mit mehreren Paletten: 4 Europaletten entsprechen 4 x 0,4 = 1,6 Lademetern, 10 Europaletten ergeben 4,0 Lademeter.

Beispiel mit Stapelfaktor: 10 Europaletten ergeben rechnerisch 4,0 Lademeter. Ist die Ware zweifach stapelbar, halbiert sich der Platzbedarf auf 2,0 Lademeter, weil je zwei Paletten übereinander gestapelt werden können. Ob Ware stapelbar ist, entscheiden Verpackung, Druckempfindlichkeit und die Innenhöhe des Laderaums: Zwischen Ladung und Dach müssen mindestens 5 Zentimeter Puffer für den Hubwagen bleiben. Im Zweifel gilt Ware als nicht stapelbar, und das hat Folgen für den Preis: Ein nicht stapelbares Packstück blockiert seinen Stellplatz bis zur Decke und wird von vielen Spediteuren entsprechend teurer abgerechnet.

Unregelmäßige Ladung: Wann Sie nicht durch 2,4 teilen

Die Standardformel gilt für Ladungsträger, die sich in der Breite sauber kombinieren lassen. Bei unregelmäßigen Maßen, Langgut oder Maschinen greift eine wichtige Ausnahme: Geteilt wird durch die tatsächlich belegte Breite, nicht stur durch 2,4. Ein Beispiel: Eine Kiste mit 2,0 x 1,5 Metern Grundfläche lässt daneben keinen nutzbaren Platz für eine zweite Kiste. Real belegt sie deshalb 1,5 Lademeter (2,0 x 1,5 / 2,0) und nicht die rechnerischen 1,25. Faustregel: Ware, die breiter als 1,20 Meter ist, blockiert in der Praxis oft die volle Fahrzeugbreite. Wer das übersieht, kalkuliert zu knapp und riskiert eine Nachberechnung auf der Rechnung.

  1. Grundmaße ermitteln: Länge und Breite der Ladung oder des Ladungsträgers in Metern messen.
  2. Formel anwenden: Länge x Breite rechnen und das Ergebnis durch 2,4 teilen.
  3. Summe und Stapelfaktor: Wert mit der Stückzahl multiplizieren und bei stapelbarer Ware durch den Stapelfaktor teilen.

Lademeter-Tabelle: Europalette, Gitterbox und Co.

Für die gängigen Ladungsträger müssen Sie nicht jedes Mal neu rechnen. Diese Tabelle zeigt die Standardwerte im Überblick:

Lademeter der gängigen Ladungsträger im Überblick
LadungsträgerLademeter (LDM)GrundmaßHinweis
Europalette0,401,20 x 0,80 mHäufigster Ladungsträger, längs wie quer identischer Wert
Industriepalette0,501,20 x 1,00 mVerbreitet in Chemie und Getränkeindustrie
Halbpalette (Düsseldorfer)0,200,60 x 0,80 mHalbes Euromaß, oft im Handel
Gitterbox0,431,24 x 0,835 mIn der Praxis oft mit 0,5 LDM kalkuliert
Einwegpalette (Beispiel)je nach MaßvariabelMit der Formel Länge x Breite / 2,4 berechnen

Wie viele Lademeter hat welches Fahrzeug?

Mit dem Lademeter-Wert Ihrer Sendung lässt sich sofort einschätzen, welches Fahrzeug nötig ist und wie viel Kapazität eine Ladung im Fahrzeug belegt:

Nutzbare Lademeter und Palettenstellplätze je Fahrzeugtyp
FahrzeugtypNutzbare LademeterPalettenstellplätze (Europalette)
Kleintransporter / Sprinterca. 3,0 LDM4 bis 5
Planensprinter (XXL)ca. 3,5 LDMbis zu 8
7,5-Tonnerca. 6,0 LDM8 bis 10
12-Tonnerca. 7,3 LDM10 bis 12
18-Tonnerca. 9,6 LDM15 bis 18
Sattelauflieger13,6 LDM33 bis 34

Ein Hinweis zu kleinen Fahrzeugen: Weil Sprinter innen schmaler als 2,40 Metern sind, ist der Lademeter-Wert hier eine Näherung. In der Disposition zählen bei diesen Fahrzeugklassen vor allem die Palettenstellplätze, die Nutzlast von rund 1,5 Tonnen und eine saubere Ladungssicherung. Die 13,6 Lademeter des klassischen Sattelzugs bleiben der Referenzwert, an dem sich die gesamte Ladeplanung im Fernverkehr orientiert.

Genau an dieser Stelle lohnt ein zweiter Blick auf die Wirtschaftlichkeit: Wer nur 1 bis 6 Paletten transportiert, zahlt im Sammelverkehr für Umschlag, Wartezeiten und Netzwerkkosten mit. Eine Direktfahrt im Sprinter ist bei kleinen Sendungsgrößen oft schneller und je nach Strecke sogar günstiger, weil die Sendung ohne Umladung durchfährt. Wann sich ein exklusives Fahrzeug für die komplette Ladung rechnet, erklärt der Ratgeber zur Komplettladung.

Lademeter, Kubikmeter und Ladevolumen: Der Unterschied

Neben dem Lademeter tauchen in Angeboten oft zwei weitere Größen auf, die leicht verwechselt werden. Der Lademeter beschreibt eine Fläche, genauer den belegten Streifen der Ladefläche. Rechnet man die nutzbare Laderaumhöhe eines LKW von rund 2,40 Metern hinzu, entspricht 1 Lademeter etwa 5,76 Kubikmetern Laderaum (1 m x 2,4 m x 2,4 m).

Das Ladevolumen wiederum beschreibt den Rauminhalt der Sendung selbst und wird mit der Formel Länge x Breite x Höhe berechnet. Für die Frachtkalkulation im Landverkehr ist meist der Lademeter entscheidend, weil er den blockierten Stellplatz abbildet. Das Volumen spielt vor allem bei leichter, hoch bauender Ware und in der Luft- und Seefracht die größere Rolle. Eine Besonderheit gilt für Seecontainer: Deren Innenbreite liegt bei rund 2,35 Metern, weshalb die Standardformel dort angepasst werden muss.

Lademeter und Frachtkosten: Das frachtpflichtige Gewicht

Spediteure rechnen eine Sendung nicht einfach nach ihrem tatsächlichen Gewicht ab. Stattdessen wird aus den Lademetern ein frachtpflichtiges Gewicht ermittelt. Üblich ist der Umrechnungsfaktor 1 Lademeter = 1.750 Kilogramm, je nach Anbieter und Relation sind Werte zwischen 1.500 und 2.000 Kilogramm verbreitet, manche Speditionen kalkulieren mit 1.850. Gerade bei Sammelladungen und Teilladungen entscheidet dieser Faktor über den Preis.

Abgerechnet wird immer der höhere Wert: Wiegt eine Sendung mit 2 Lademetern tatsächlich nur 800 Kilogramm, zahlt der Versender trotzdem für 3.500 Kilogramm frachtpflichtiges Gewicht, weil die Ware entsprechend viel Laderaum blockiert. Umgekehrt zählt bei schwerer, kompakter Ware das reale Gewicht. Wer seine Lademeter kennt, kann Angebote deshalb deutlich besser vergleichen und Überraschungen bei der Rechnung vermeiden.

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Für eilige Einzelsendungen ab einer Palette können Sie Ihre Direktfahrt beauftragen. Wie sich Teilladung und Komplettladung unterscheiden und wann sich welche Variante rechnet, lesen Sie in den Ratgebern Teilladung und Komplettladung.

Häufige Fragen zum Lademeter

Was ist ein Lademeter?+
Ein Lademeter (LDM) ist ein laufender Meter Ladefläche eines LKW über die gesamte Fahrzeugbreite von 2,40 Metern. Ein Lademeter entspricht damit 2,4 Quadratmetern Ladefläche. Speditionen nutzen die Einheit, um den Platzbedarf einer Sendung unabhängig von ihrem Gewicht zu beschreiben.
Wie berechnet man Lademeter?+
Die Formel lautet: Lademeter = (Länge in Metern x Breite in Metern) / 2,4. Beispiel Europalette: 1,2 m x 0,8 m = 0,96 Quadratmeter, geteilt durch 2,4 ergibt 0,4 Lademeter. Bei stapelbarer Ware wird das Ergebnis zusätzlich durch den Stapelfaktor geteilt.
Wie viele Lademeter hat eine Europalette?+
Eine Europalette (1,2 m x 0,8 m) belegt 0,4 Lademeter. Eine Industriepalette (1,2 m x 1,0 m) belegt 0,5 Lademeter, eine Halbpalette (0,6 m x 0,8 m) 0,2 Lademeter und eine Gitterbox (1,24 m x 0,835 m) rechnerisch rund 0,43 Lademeter, in der Praxis wird sie oft mit 0,5 Lademetern kalkuliert.
Wie viele Lademeter hat ein LKW?+
Ein Sattelauflieger hat 13,6 Lademeter und fasst 33 bis 34 Europaletten. Ein 18-Tonner bietet rund 9,6 Lademeter (15 bis 18 Stellplätze), ein 7,5-Tonner etwa 6 Lademeter (8 bis 10 Stellplätze). Ein Sprinter kommt auf rund 3 Lademeter mit 4 bis 5 Palettenstellplätzen.
Was bedeutet 1 Lademeter in Kilogramm?+
Für die Frachtberechnung setzen viele Speditionen 1 Lademeter mit 1.750 Kilogramm frachtpflichtigem Gewicht gleich, je nach Anbieter sind 1.500 bis 2.000 Kilogramm üblich. Abgerechnet wird der höhere Wert aus tatsächlichem Gewicht und umgerechnetem Lademeter-Gewicht.
Wie viel Lademeter sind 4 Paletten?+
4 Europaletten entsprechen 1,6 Lademetern (4 x 0,4 LDM). Ist die Ware zweifach stapelbar, halbiert sich der Wert auf 0,8 Lademeter. 4 Industriepaletten kommen auf 2,0 Lademeter (4 x 0,5 LDM).
Wie viel Kubikmeter ist ein Lademeter?+
Bei einer nutzbaren Laderaumhöhe von 2,40 Metern entspricht 1 Lademeter etwa 5,76 Kubikmetern Laderaum (1 m x 2,4 m x 2,4 m). Der Lademeter selbst ist allerdings ein Flächenmaß: Er beschreibt einen Meter Ladefläche über die volle LKW-Breite, unabhängig von der Höhe der Ladung.
Tobias Reinwald, Geschäftsführer der Expresslogistik Reinwald GmbH
Über den Autor

Tobias Reinwald

Tobias Reinwald ist Geschäftsführer der Expresslogistik Reinwald GmbH in Theilenhofen und verantwortet zeitkritische Kurier- und Direkttransporte in Deutschland und Europa. Sein Schwerpunkt liegt auf der zuverlässigen Disposition von Direkt-, Eil- und Sonderfahrten für Industrie und Handel.

Quellen & weiterführende Belege

  • Eigene Betriebs- und Dispositionsdaten der Expresslogistik Reinwald GmbH (über 20 Jahre Praxis, ISO 9001).
  • Maße der Ladungsträger nach EPAL-Standard (Europalette, Gitterbox).
  • Umrechnungswerte für frachtpflichtiges Gewicht (1.500 bis 2.000 kg je Lademeter) entsprechen branchenüblichen Konditionen im deutschen Landverkehr.